SPORT UNION Kyokushin Karate Klub bei der EM2015 in Warschau

18 April 2015

Für die Shinkyokushin-Gemeinschaft ist 2015 WM-Jahr. Entsprechend groß ist das Engagement der Länder dieses Jahr bei Turnieren. Aus diesem Grund, und wahrscheinlich auch wegen der guten Lage zwischen West- und Osteuropa, fanden sich bei den diesjährigen Europameisterschaften für Kata, Junioren und Kumite nach Gewichtsklassen fast 400 Teilnehmer aus ganz Europa ein.

Auch aus Österreich startete das Team vom Sport Union Kyokushin Karate Klub, um an dem großen Spektakel in der polnischen Hauptstadt teilzunehmen. Arslanbek startete dieses Mal in der Kategorie Kata, währen Serji, Petra und Peter jeweils im Kumite teilnahmen. Als Betreuer reisten Sensei Marek Kubek und Sempai Danuta Kubek mit, für höhere Moral und bessere Laune im Team sorgte Aleksander Kubek ;-)

Das Team reiste zur Registrierung bereits am Donnerstag an und brachte zuerst einmal Abwaage und Anmeldung erfolgreich hinter sich. Am Freitag starteten dann die ersten Wettkämpfe. Neben den Kumite-Bewerben für die Junioren, in denen wir dieses Mal leider keinen Vertreter hatten, musste auch Arslanbek schon am Freitag ran. Arslan zeigte in der ersten Runde eine sehr schöne Kata, musste sich aber leider dennoch gegen seinen Kontrahenten aus der Ukraine geschlagen geben.

Am Samstag waren dann unsere Kämpfer dran. Wie es der dumme Zufall genau haben will, durften alle drei Kämpfer fast gleichzeitig auf die Matte. Sensei Marek hatte alle Hände voll zu tun, für alle drei da zu sein, da keiner der drei so kurz vor seinem Kampf wirklich den Kopf dafür hatte, sich um einen der anderen zu kümmern. Zum Glück konnte Sempai Arslanbek ihn ein wenig unterstützen. Während Marek mit Petra zu ihrem ersten Kampf ging, übernahm Arslan die Funktion als Coach bei Serji, der während Petras Kampf auf einer anderen Matte schon starten musste.

Petra startete gegen eine Kroatin in der Kategorie -65 kg. Von Anfang an konnte Petra den Kampf bestimmen. Man merkte, dass die starken Schläge zum Bauch Wirkung zeigten und ihre Gegnerin fand keine passende Antwort. Trotzdem hielt sich die kroatische Kämpferin gut und ließ kein vorzeitiges Ende durch eine Punktwertung zu. Nach 3 Minuten waren sich die Schiedsrichter dennoch einig: Petra war eine Runde weiter.

Im zweiten Kampf wartete eine Schwedin auf Petra. Der Kampf war in der ersten Runde sehr ausgeglichen und beide kämpften um jeden Zentimeter auf der Tatami. Die Schiedsrichter entschieden zu Recht auf Unentschieden. In der Verlängerung verletzte sich Petra undglücklich das Sprunggelenk. Sie bewies viel Spirit und kämpfte so gut es ging weiter. Leider konnte die schwedische Kämpferin die Verletzung zu ihrem Vorteil nutzen und Petra immer mehr unter Druck setzen. Nach einer sehr starken Verlängerung im 2. Kampf musste sich Petra leider geschlagen geben.

Serji startete zum ersten Mal für Österreich bei der Europameisterschaft und zwar in der Kategorie -70kg. Gleich in der ersten Runde wartete eine schwere Aufgabe auf ihn: Dominik Parol aus Polen war sein Gegner. Den Rücken gestärkt durch den Heimvorteil ging dieser in den Kampf und versuchte den Kampf mit Serji schnell zu beenden. Serji ließ sich aber nicht so einfach unterkriegen und hielt mit aller Kraft dagegen. Der Kampf war ausgeglichen, aber kurz vor Ende passierte es dann. Parol traf unseren Serji mit einer unerlaubten Technik, einem Faustschlag, zum Gesicht. Der Schlag traf mit ziemlicher Wucht und schickte Serji für kurze Zeit ins Land der Träume. Aufgrund des schweren Fouls wurde der Pole disqualifiziert. Zum Unglück für Serji entschieden die Ärzte aber auch, dass er nach einem so schweren Knockout nicht mehr weiterkämpfen dürfe. Somit ging er zwar aus der ersten Runde als Sieger hervor, durfte aber in der nächsten nicht mehr starten.

Peter startete in der Kategorie -90kg. Sein Gegner war ein junger Kämpfer aus Litauen. Während Peter versuchte, den Kampf ruhig zu starten und taktisch zu kämpfen, ging der Litauer von Anfang an aggressiver in den Kampf. Mit schnellen und hektischen Kombinationen bombadierte er unseren Kämpfer, konnte ihn jedoch nicht zurückdrängen. Peter versuchte mit harten Schlägen zum Körper und alt-bewährten Innen-Lowkicks dagegenzuhalten. Nach 3 Minuten entschieden die Schiedsrichter, wohl aufgrund der höheren Schlagfrequenz, aber mehrheitlich für den Litauer.

Am Ende konnte jeder unserer Teilnehmer wieder wertvolle Erfahrungen auf einem Turnier mit durchwegs hohem Niveau sammeln. Unser Dank geht an die Veranstalter, die das Turnier wirklich sehr professionell organisiert haben, was angesichts der Größe dieser Meisterschaft sicherlich keine leichte Aufgabe war.



Osu!

 


Copyright © 2011 www.kyokushinkarate.at. Alle Rechte vorbehalten.