Österreich bei der EM Open 2013 in Oradea

EM Oradea 2013

Am 15. und 16. November fanden in Oradea, Rumänien, die offenen Europameisterschaften für Erwachsene und die Europameisterschaften für Cadets und U22 statt. Dabei haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen ebenfalls anwesend zu sein. Wenn auch mit kleinem Team, haben wir uns am 14. November auf die Reise von Wien weggemacht, um Österreich bei der EM zu vertreten. Aus dem Dojo in Strasshof kam Sempai Peter Kohlruss als Schiedsrichter mit, während aus dem SU Kyokushin Karate Klub Sensei Marek Kubek und Sempai Danuta Kubek als Coaches und Peter Eichinger und Mohammed Almasi als Kämpfer mitreisten. Selbstverständlich begleitete uns auf der Reise auch der kleine Alexander, als moralische Unterstützung und natürlich zur Bestechung der Schiedsrichter ;-)

 

Bilder


Petra Halász, die ebenfalls bei Sensei Marek im Dojo mittrainiert, konnte sich in Ungarn qualifizieren und startete für das ungarische Team in der Kategorie U22 Frauen +65kg.

Nach problemloser Anreise und Anmeldung am Donnerstag startete am Freitag bereits die Europameisterschaft für Cadets. Mohammed startete in der Kategorie Cadets -65 kg, in der das Kampfsystem noch gänzlich anders funktioniert. Die Cadets starten mit Kopf- und Oberkörperschutz, Handschuhen, Schienbeinschonern und einige Techniken, wie zB Mawashi Geri Gedan sind nicht erlaubt. Mohammed stand Paulius Dirda, einem Litauer, gegenüber. Obwohl er schon seit 4 Jahren kein Turnier mehr gekämpft hatte, ließ sich Mohammed nicht einschüchtern und versuchte im Kampf den Ton anzugeben. Der Litauer war aber ein erfahrener Gegner und hielt entsprechend gut dagegen. Mohammed gab alles, aber der litauische Kämpfer konnte noch einige gute Mawashi Chudan landen, was die Schiedsrichter am Ende dazu bewog für ihn zu stimmen. Paulius Dirda konnte sich am Ende nicht nur gegen Mohammed behaupten, sondern auch das Turnier für sich entscheiden.

Am zweiten Tag, Samstag, war es dann erst für Petra und Peter jeweils so weit, auf die Tatami gerufen zu werden. Petra, die ja für das ungarische Team startete, hatte in der ersten Runde ein Freilos und traf in der zweiten Runde ebenfalls auf eine Litauerin, Karolina Darcanova. Der Kampf war wirklich sehr schön anzusehen. Petra bewegte sich viel um die Litauerin herum und deckte sie mit Schlägen ein. Die Litauerin schlug so viel sie konnte zurück und traf Petra dabei mehrmals im Gesicht. Nach der ersten Runde gab es ein einstimmiges Unentschieden der Schiedsrichter und somit Verlängerung. In der zweiten Runde wurden die Schläge zum Gesicht mehr, wie man auch auf dem Video sehr gut nachvollziehen kann. Am Ende kostete das Einstecken zu viel Kraft und Petra wurde immer weiter zurück gedrängt. Die Schiedsrichter nahmen von den zahlreichen Fouls keine Notiz und entschieden am Ende für die Litauerin.

Somit blieb nur noch der Kampf von Peter offen. Obwohl die offene Kategorie bei den Männern dieses Mal fast ausschließlich mit starken Kämpfern besetzt war, hatte Peter ein besonderes Los erwischt. Gleich im ersten Kampf durfte er gegen den Schweden Jimmie Collin ran. Jimmie Collin ist ein Gegner, der mit Sicherheit zur Europaspitze, wenn nicht sogar Weltspitze zählt. Vor allem seine schnellen Beine, mit denen er aus fast allen Positionen zum Kopf treffen kann, sind extrem gefährlich. Für Peter war der Kampf aber nicht nur eine gute Gelegenheit um zu lernen, sondern auch, um herauszufinden, ob die vielen Trainingsstunden ihn auf ein Niveau gebracht haben, wo er auf diesem Level mithalten kann, oder nicht. Der Kampf startete ruhig und Peter war vor allem die ganze Zeit darauf fokussiert, seinen Gegner nicht aus den Augen zu lassen und den Kopf mit den Händen zu schützen. Jimmie versuchte mehrmals Peter zum Kopf auszuknocken und Peter gab ihm seinerseits mit starken Lowkicks und Tsukis Kontra. Der Kampf war eigentlich ausgeglichen, aber ein kurzer Moment, in dem Peter unachtsam war, reichte für Jimmie Collin und er erwischte Peter knapp mit dem Knie am Kinn. Die Schiedsrichter gaben Waza-ari und Peter hatte nur noch 20 Sekunden um den Rückstand aufzuholen. Er war noch einmal alles hinein und setzte Jimmie ziemlich zu, aber die Zeit reichte einfach nicht um den Rückstand aufzuholen und so musste sich auch Peter nach der ersten Runde geschlagen geben.

Insgesamt war das Turnier aber für alle eine super Erfahrung, die uns gezeigt hat, dass wir uns in die richtige Richtung entwickeln. Wir danken den Organisatoren, allen voran Anca Wallmen, für das tolle Turnier und gratulieren den Gewinnern und Gewinnerinnen!


Osu!

 

 


Copyright © 2011 www.kyokushinkarate.at. Alle Rechte vorbehalten.